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Schmetterlingsnudeln

Farfalle
Bildquelle: Martin J / Shutterstock.com

Schmetterlingsnudeln sind auch unter dem Begriff Farfalle bekannt, was auf italienisch Schmetterling bedeutet. Diese Nudeln sind besonders hübsch anzusehen und sind vor allem bei Kindern sehr beliebt. Hergestellt werden die Nudeln aus kleinen, quadratischen Teigplatten, die oft an zwei gegenüberliegenden Seiten gezackt sind. Liegen die Quadrate flach auf dem Tisch, drückt man die beiden gerade Seiten mit Daumen und Zeigefinder zusammen und schon entsteht die bekannte Schmetterlingsform.

Mit ihren Vertiefungen und Falten eignet sich diese Nudelform besonders gut, um reichlich Soße aufzunehmen. Ein klassisches Rezept: Schmetterlingsnudeln mit Sahnesoße, Schinken und Erbsen. Auf den ersten Blick erscheint das etwas langweilig. Aber ich sage euch, mit einem richtig gutem Schinken, frischen Erbsen und einer feinen Sahnesoße konnte ich bis jetzt jeden begeistern. Und auch Kinder lieben dieses Rezept.

Namensvielfalt der Schmetterlingsnudeln

Je nach Region werden die Schmetterlingsnudeln (=Farfalle) unterschiedlich genannt. In ihrer Herkunftsregion, der Emilia Romane, nennt man sie Farfalle. In den Abruzzen und in Apulien sind sie unter dem Namen „nocchette“ bekannt, in Kalabrien heißen sie „noccheredde“, während man im Piemont man von „fiocchetti“ spricht. Zu den Schmetterlingsnudeln gehören neben den Farfalle auch die etwas kleineren Cravattine, die größeren Farfalloni und die rund gezackten Galle.

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Verwendung von Schmetterlingsnudeln

Schmetterlingsnudeln sind universell einsetzbar und passen mit wenigen Ausnahmen zu fast allen Saucen. Cremige Sahnesaucen mit Erbsen und Schinken passen genauso gut wie kräftige Tomatensaucen mit Speck und Zwiebeln. Beliebt sind Schmetterlingsnudeln auch bei Nudelsalaten. Das liegt zum einen daran, dass sie das Dressing sehr gut aufnehmen können, aber auch daran, dass sie optisch ein gutes Bild liefern. Nicht geeignet sind sie für „aglio olio“ oder „Carbonara“.

Mein Lieblingsgericht mit Schmetterlingsnudeln:
Ich persönlich nutze Schmetterlingsnudeln sehr gerne für Nudelsalate. Alleine durch die Form sind sie schon ein Hingucker. Gemischt mit getrockneten Tomaten, gerösteten Pinienkernen, zerkleinerten Sardellen, Basilikumblätter, gehackten Kapern, etwas Zitronenabrieb, gemischt mit einem (am besten selbstgemachten Pesto), hat man einen wunderbaren Begleiter zum Grillen, fürs Picknick oder einfach als sommerliches Gericht. Natürlich dar der frisch gehobelte Parmesan obendrauf nicht fehlen. Frischer Pfeffer und Salz zum Würzen versteht sich von selbst 😉

Bunte Schmetterlingsnudeln

Gefärbte Schmetterlingsnudeln

Die klassischen Schmetterlingsnudeln bestehen, wie die meisten italienischen Nudelsorten, aus Hartweizengrieß und Wasser. Aus dem Teig wird mit einem Roller ein flaches, gezacktes Quadrat geschnitten, welches in der Mitte zusammengedrückt wird. Dadurch entsteht die Schmetterlingsoptik. Normalerweise sind sie recht farblos und mit einem neutralen Aroma ausgestattet. Erst in Kombination mit der Soße entfalten sie ihr Potential.

Es gibt aber auch Schmetterlingsnudeln aus Vollkornmehl oder die eingefärbte Variante mit Spinat- und Tomatenextrakt. Diese Varianten haben von sich aus schon mehr Geschmack, was die “normale Schmetterlingsnudel” aber nicht weniger interessant macht. Manchmal soll aber einfach mehr Farbe auf den Tisch kommen und da machen sich eingefärbte Pasta einfach ganz besonders gut. Grüne Schmetterlingsnudeln werden meist mit Spinat gefärbt. Für die rote Variante benutzt man Tomaten, Paprika oder rote Bete. Erscheinen die Nudeln besonders gelb, ist wahrscheinlich Safran oder Kurkuma enthalten und die schwarzen Nudeln werden mit Sepiatinte gefärbt. Natürlich gibt es auch Nudeln, die mit künstlichen Farbstoffe gefärbt werden. Davon würde ich aber Abstand nehmen.

Schmetterlingsnudeln selber machen

Hat man Spaß am Kochen, kann man die Schmetteringsnudeln natürlich aus selber machen. Das erscheint auf den ersten Blick vielleicht schwerer, als es tatsächlich ist. Zuerst muss man einen Nudelteig herzustellen, was mit der richtigen Anleitung und gutem Mehl wirklich kein Problem darstellt. Aller Voraussicht nach werden die Nudeln bestimmt schon beim ersten Mal gelingen. Eine Nudelmaschine erleichtert die Arbeit ungemein, ist aber nicht zwingend Voraussetzung für die Herstellung der Pasta. Man kann den Teig auch mit einem Nudelholz bearbeiten, braucht dazu nur deutlich mehr Kraft und Ausdauer.

Wie genau man den Teig dann in die Schmetterlingsform bekommt, sieht man im folgenden Video. Auch wenn es etwas Mühe kostet – geschmacklich sind frisch zubereitete Pasta jedenfalls ein Traum.