Startseite » Zutaten » Sardellen

Sardellen

Ihr fragt euch, was Sardellen mit italienischen Nudeln zu tun haben? Nun, Sardellen oder auch Anchovis, sind in der Italienischen Küche nicht wegzudenken, denn sie sind Bestandteil vieler Nudelsaucen. Und dabei spreche ich eher von den eigelegten, eingesalzenen oder fermentierten Sardellen. Sie sind salzig und haben ein kräftiges, eigenes Aroma, mit dem sich viele Gerichte wunderbar aromatisieren lassen. Ich bin der Meinung, Anchovis und Sardellen sollten noch viel häufiger in Pastagerichten verwendet werden.

Leider schrecken viele Menschen gleich zurück, wenn Sardellen in der Zutatenliste eines Rezeptes auftauchen. Dabei würde ich wetten, dass man die kleinen Fische in den meisten Fällen gar nicht gezielt herausschmeckt, dafür aber überrascht ist, welch besondere Note ein Gericht dadurch bekommen kann. Ich appelliere daher an alle: Gebt den Sardellen eine Chance! Ich spreche aus eigener Erfahrung, denn mein Mann hasst Sardellen, liebt aber meine Tomatensauce und jetzt kommt’s: es befinden sich immer ein paar Sardellen darin, die sich aber schon kurz nach dem Zutun in der Sauce auflösen und nichts als ihr tolles Aroma hinterlassen.

Was sind Sardellen?

Sardellen sind kleine Fische, die zur Familie der Heringe gehören. Es gibt insgesamt ca. 140 verschiedenen Arten, wobei nur zwei davon wirklich von wirtschaftlicher Bedeutung sind. Zum einen die Europäische Sardelle und zum anderen die Südamerikanische Sardelle. Die handelsüblichen Sardellen sind ca. 10 bis 20 cm lang. Das Schöne an den Fischen ist, dass sie sehr weiche Gräten haben (je kleiner die Fische, desto weicher die Gräten), weshalb man sie in den meisten fällen im Ganzen zubereitet und verzehrt.

Wofür verwendet man Sardellen?

In der italienischen Küche verwendet man besonders die eigelegten Sardellen zum Aromatisieren von Pastasaucen oder Pizzen. Wenn die Sardellen in Salz eingelegt sind, sollte man sie zuvor abwaschen oder einweichen. Häufig werden sie aber auch einfach in Olivenöl oder einem anderen Pflanzenöl eingelegt, so dass man sie direkt aus der Verpackung verwenden kann. In den meisten Fällen gibt man die kleinen, salzigen Fische zusammen mit Olivenöl und Knoblauch in die Pfanne, wobei sie sich beim Umrühren fast von alleine auflösen.

Sie gehören unbedingt in Spaghetti Puttanesca, passen aber auch sonst zu fast allen Tomatensaucen. Überhaupt sind Sardellen und Tomaten ein ausgezeichnetes Team. Ebenso wie Oliven und Kapern. Auf Sizilien gibt es sogar eine Sardellensauce, die man allerdings nur als Sardellenliebhaber probieren sollte. Außerdem passen Sardellen ausgezeichnet zu Bohnensalaten, in würzige Dips und natürlich auf Pizza. Am besten in Kombination mit Kapern und Oliven. Zusammen mit Butter lässt sich aus den eigelegten Fischen auch eine tolle Sardellenbutter herstellen, mit der man Fisch und Fleisch aber auch Gemüse oder Sandwiches wunderbar würzen kann.

Frische Sardellen verwendet man eher zum Braten oder Frittieren. Da die Fische einen starken, etwas bitteren Eigengeschmack haben, sollte man sie vor dem Verarbeiten am besten in Wasser oder Milch einlegen.

Was ist der Unterschied zwischen Sardinen und Sardellen?

Sardinen und Sardellen werden häufig miteinander verwechselt. Zwar sind die beiden Speisefische eng miteinander verwandt, aber sie unterscheiden sich deutlich in der Größe voneinander. Sardinen sind deutlich größer als Sardellen. Sie sind im Schnitt ca. 25-30 cm lang und haben eine viel rundere Form.

In Italien werden Sardinen gerne gegrillt. In skandinavischen Ländern legt man sie dagegen meist in Öl oder Lake ein. Der Begriff Ölsardine ist weltweit bekannt. Der in Öl eingelegte Fisch war ein Grundnahrungsmittel in zahlreichen Kriegen, da es lange haltbar und sehr günstig war.