Linguine – die dünne Bandnudel

Linguine

Die Linguine gehören zu den langen, flachen Nudeln – auch Bandnudeln genannt. Während einige Bandnudeln es auf eine Breite von ca. 3 cm schaffen, sind die Linguine eher bei den schmalen Bandnudeln einzuordnen. Mit einer Breite von gerade 3 – 4 mm sind sie sogar die schmalste Sorte aus der Familie. Auf den ersten Blick ähneln sie häufig der Spaghetti, die ebenfalls 25 – 30 cm lang und ähnlich dünn ist. Der Unterschied besteht darin, dass die Spaghetti rund und die Linguini flach ist.

Liguine stammen ursprünglich aus der Region Kampanien. In Genua kennt man diese Sorte unter dem Namen Trenette und in manchen Regionen werden die auch Bavette genannt. Hergestellt werden sie wie fast alle Italienischen Nudeln aus Hartweizengrieß.

Gegessen wird die Linguini bevorzugt mit Pesto alla Genovese, einer ungekochten grünen Sauce, die aus Basilikum, Olivenöl, Pinienkernen, Knoblauch und Parmesan hergestellt wird. Auch leichte Sahnesaucen passen sehr gut zu den langen, dünnen Linguine.

Linguine kann man mittlerweile auch in Deutschland in fast jedem Supermarkt kaufen. Was die Qualität angeht, so gibt es allerdings große Unterschiede zwischen den industriell hergestellten linguine und denen, die aus italienischen Traditionsunternehmen stammen und noch nicht als Massenware angeboten werden.

Traditionsunternehmen legen noch immer viel Wert auf erstklassige Zutaten und schonende Zubereitung, was sich im Geschmack der Pasta wiederspiegelt. Die Verwertung von hochwertigem Weizen ist ebenso eine Grundvoraussetzung für hochwertige Pasta, wie die Art der Herstellung.

Neben dem Teig spielen auch die Pressformen bei der Herstellung eine große Rolle. Während die Formen bei der Massenherstellungen häufig aus Titan hergestellt werden, bestehen in Traditionsunternehmen die Formen meist aus Bronze. Bronzeformen haben den Vorteil, dass sie die Oberfläche der Nudeln automatisch aufrauen, wodurch die Pasta die Soße später besser aufnehmen kann.

Auch der Trocknungsprozess ist von großer Bedeutung. Industriell hergestellte Lingunine werden in kürzester Zeit unter großer Hitze getrocknet. Dadurch gehen wertvolle Inhaltsstoffe der Nudel verloren, was sich später negativ auf den Geschmack auswirkt.

Kleine Manufakturen geben den Nudeln die nötige Zeit, um zu trocknen. Manchmal werden die Linguini über einen Zeitraum von mehreren Tagen zum Trocknen in speziellen Kammern aufgehängt, wobei die Temperatur in der Regel 38 Grad Celsius nicht überschreitet.

Kurzportrait: Linguine

Herkunft Kampanien, Italien
Bezeichnung Lange, schmale Bandnudel, Bavette
Form flach, Durchmesser ca. 3 – 4 mm, Länge ca. 25 – 30 cm
Zutaten Hartweizengrieß, Wasser
Eignung Leichte Sahnesoßen und Pesto
Beliebte Gerichte Lingine mit Pesto alla Genovese

Galerie mit Linguine-Gerichten