Startseite » Zutaten » Agretti – Mönchsbart

Agretti – Mönchsbart

Frischer Mönchbart

Der Mönchsbart, auch Salzkraut genannt, ist ein knackiges Gemüse und stammt aus Italien. In den letzten Jahren findet man ihn immer öfter auf Wochenmärkten und in erlesenen Feinkostläden. Meist ist das Gemüse zu Bündeln gebunden und Papier eingeschlagen. Auf den ersten Blick ähnelt es einem Bund Schnittlauf, doch bei genauem Hinsehen erkennt man, dass die Blätter fleischiger und dicker sind. Sind die Blätter noch ganz jung, kann man den Mönchsbart auch roh essen. Ansonsten schmeckt er, kurz blanchiert, fantastisch zu Pasta. Sein herbes Aroma kommt aber am besten zur Geltung, wenn man ihn kurz mit Olivenöl und Knoblauch in der Pfanne dünstet. Dazu reicht man entweder geröstetes Weißbrot oder man mischt den Agretti mit frisch gekosten Nudeln.

Was ist Mönchsbart?

Der Mönchsbart gehört zu den Salzkräutern und ist auch unter dem italienischen Namen Agretti bekannt. Aber sein wissenschaftlicher Name lautet Salsola soda. Das bedeutet so viel wie salzblättriges Kraut und deutet auf die Vorliebe für salzige Böden hin. Das macht sich auch in seinem Geschmack bemerkbar. Mönchsbart ist ein Wildgemüse, was bei uns lange in Vergessenheit war. Ursprünglich stammt es aus Eurasien und Nordafrika. Heute ist es aber an vielen Küsten zu finden und hat sich vor allem in der italienischen Küche sehr etabliert.

Salzkräuter sind einjährige Pflanzen, weshalb sie jedes Jahr aufs Neue gesät werden müssen. Die Aussaat findet im Winterhalbjahr statt und ca. 60 tage später kann der Mönchsbart geerntet werden. Je älter er wird, desto mehr verholzen die Pflanzen. Die Erntezeit findet in der Regel zu Beginn des Frühjahres statt. Ganz junger Agretti ist besonders zart und kann sogar roh verzehrt werden. Die stark verzweigten Stängeln sind von einem kräftigen, satten Grün gekennzeichnet. Die Wurzeln sind rötlich-braun und wachsen senkrecht in den Boden.

Mönchsbart anbauen

Mönchsbart kann auch in heimischen Gefilden angebaut werden, auch wenn die Pflanze relativ hohe Ansprüche an den Standort stellt. Normalerweise findet man den Mönchsbart in sumpfähnlichen Gebieten. In Küstenregionen und Salzmarschen fühlt er sich am wohlsten. Neben einem hohen Salzgehalt im Boden, braucht er auch viel Sonne, um zu gedeihen. Stellt man dem Salzkraut diese Bedingungen zur Verfügung, wird der Anbau auch gelingen. Da der Mönchsbart bei der Anzucht Temperaturen von ca. 15 Grad Celsius benötigt, sollte man mit dem Anbau bis in den Frühling warten.

Zum Pflanzen mischt man in die Universalerde am besten etwas Kochsalz. Pro Liter Topfvolumen rechnet man etwa zwei Teelöffel Salz. Pflanzt man das Kraut ins freie, benötigt man ca. 1 – 2 Teelöffel Salz pro Pflanze.

Hinweis: Aktualisierung am 9.05.2022 über Amazon Product Advertising API. Daten und Preise können sich ggf. geändert haben. Über das Amazon.de Partnerprogramm verdienen wir Provisionen für qualifizierte Käufe.

Hinweis: Aktualisierung am 9.05.2022 über Amazon Product Advertising API. Daten und Preise können sich ggf. geändert haben. Über das Amazon.de Partnerprogramm verdienen wir Provisionen für qualifizierte Käufe.

Wie baue ich Mönchsbart an?

  • Zuerst muss man die Mönchsbart Samen anzüchten. Dazu mischt man 1 Liter Anzuchterde mit 2 TL Salz und verteilt sie in einer Schale oder einer Anzuchtvorrichtung. Die Samen werden dann im Anstand von ca. 3 cm auf der Erde verteilt und ca. 1cm in die Erde gesteckt. Im Anschluss wässern.
  • Die Bodentemperatur sollte stets 15 bis 20 Grad Celsius betragen und die Erde muss immer feucht bleiben, jedoch nicht zu nass.
  • Nach ungefähr 10 Tagen beginnt das Saatgut zu keimen. Sobald die Pflanzen 3 bis 4 cm hoch gewachsen sind, können sie an den endgültigen Standort gepflanzt werden. Dazu setzt man sie im Abstand von je 20 cm in einen Topf oder in den Garten. Auch hier ist es wichtig, dass die Erde stets feucht bleibt.
  • Nach ungefähr 2 Monaten kann der Mönchsbart geerntet werden. Je grüner die Triebe, desto knackiger und frischer schmecken sie. Man sollte mit der Ernte also nicht zu lange warten, denn bei ausreichender Nährstoffversorgung treiben die Pflanzen kontinuierlich nach. Dafür sollte man mindestens 5cm der Triebe stehen lassen und nur den oberen Teil abzweigen.

Wie schmeckt Mönchsbart?

Der Mönchsbart ist zart und mild im Geschmack, wobei es leicht bitter und etwas säuerlich schmecken kann. Durch seinen Salzgehalt erzeugt er ein “Meeresaroma”. Sein Geschmack kann sich jedoch mit der Art der Zubereitung ändern. Man kann ihn blanchieren, dünsten, einbacken oder roh essen, wobei er gedünstet, blanchiert oder roh seinen eigentlichen Geschmack am besten entfaltet. Je länger der Mönchsbart erhitzt wird, desto mehr geht das Knackige und der Geschmack verloren.

Besonders gut schmeckt der Mönchsbart zu Pasta, als Beilage zu Fleisch- oder Fischgerichten, oder in Salaten.