Rigatoni – die kernige Röhrennudel

Rigatoni

Wie die Penne, gehören auch Rigatoni zu den Röhrennudeln. Sie sind allerdings etwas größer. Verkauft werden sie fast ausschließlich in getrockneter Form. Dank des Hohlraums kann die Soße von den Rigatoni besonders gut aufgenommen werden.

Die Rigatoni sind kurze Röhrennudeln mit einem Durchmesser von ca. einem Zentimeter. Im Gegensatz zu Penne werden die Enden der Rigatoni nicht diagonal, sondern rechtwinklig zu den Rohrwänden geschnitten. Und sie haben immer eine gerillte Oberfläche. Beim Kochen bleiben sie dadurch etwas kerniger und durch die raue Oberfläche wird die Soße von der Nudel sehr gut aufgenommen.

Das Wort Rigatoni kommt vom italienischen Wort rigato, was so viel bedeutet wie „gerieft/gerillt„. Die Rigatoni stammen aus Rom und sind eng mit der Küche Süd- und Mittelitaliens verbunden. Auch in Sizilien sind Rigatoni sehr beliebt.

Erhältlich sind Rigatoni heute in jedem Supermarkt. Was die Qualität angeht, gibt es jedoch enorme Unterscheide der Nudeln. Rigatoni vom Discounter sind keinesfalls vergleichbar mit denen, von italienischen Traditionsherstellern.

Während die meisten große Hersteller maschinell gefertigte Massenware anbieten, wird bei Traditionsunternehmen noch viel Wert auf hochwertige Produkte gelegt. Die Qualität beginnt schon mit der Verwendung erstklassiger Zutaten. Hochwertiger Weizen ist eine Grundvoraussetzung für hochwertige Pasta.

Neben dem Teig spielen auch die Pressformen bei der Herstellung eine große Rolle. Während die Formen bei der Massenherstellungen häufig aus Titan hergestellt werden, bestehen in Traditionsunternehmen die Formen meist aus Bronze. Bronzeformen haben den Vorteil, dass sie die Oberfläche der Rigatoni automatisch aufrauen, wodurch die Pasta die Soße später besser aufnehmen kann.

Neben den Zutaten spielt der Trocknungsprozess eine wichtige Rolle. Rigatoni die in der Massenproduktion hergestellt werden, werden in kürzester Zeit unter großer Hitze getrocknet. Wertvolle Inhaltsstoffe der Nudel gehen dadurch verloren. Das wirkt sich später negativ auf den Geschmack aus. Kleine Manufakturen dagegen geben den Nudeln die nötige Zeit, um zu trocknen. Manchmal werden die Rigatoni über einen Zeitraum von 3 – 6 Tagen zum Trocknen in speziellen Kammern gelagert, wobei die Temperatur in der Regel 38 Grad Celsius nicht überschreitet.

Kurzportrait: Rigatoni

Herkunft Rom, Italien
Bezeichnung Mittelgroße Röhrennudel
Form Rund, hohl, Durchmesser ca. 1 cm, Länge ca. 4 cm
Zutaten Hartweizengrieß, Wasser
Eignung Kräftige Soßen auf Tomatenbasis, Sugos, Ragouts
Beliebte Gerichte Rigatoni Bolognese

Galerie mit Rigatoni-Gerichten