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Zitronen – duftenden Blüten und goldene Früchte

Bei Zitronen denke ich immer an die Zitronenhaine an der Amalfiküste. Einem der zwei bedeutendsten Anbaugebiete für Zitronen in Italien, neben Sizilien. Endlose Hänge mit üppig beladenen Zitronenbäumen sind für mich der Innbegriff des italienischen Sommers. Bei Spaziergängen entlang der Steilküste spenden die Zitronenbäume nicht nur Schatten, sie verbreiten auch einen betörenden Geruch, dank dessen man die Anstrengung die es kostet, von Ort zu Ort oft senkrecht erscheinende Hänge zu erklimmen, schnell vergisst.

Citrus Limoni – Herkunft

Die Zitrone ist die Frucht des Zitronenbaumes und dieser gehört zur Gattung der Zitruspflanzen. Heute wachsen Zitronen in vielen italienischen Regionen, aber bis es soweit war, hat die Zitronen einen langen Weg hinter sich. Ihren Ursprung hat die Zitrusfrucht wahrscheinlich in Kashmir, worauf 3000 Jahre alte Spuren hinweisen. Von dort aus gelang sie über die Seidenroute in den Nahen Osten. Seit der Römerzeit sind sie in Italien nachgewiesen, anhand von Darstellungen von Zitronen in Pompeij und Herculaneum. Zunächst verschwand die Zitrone wieder, wurde dann aber Mittels der Kreuzzüge nach Ligurien gebracht und im 13. Jahrhindert von den Arabern in Sizilien und im Königreich Neapel angebaut.

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Wie schmeckt Zitrone?

Es wäre zu banal, einfach zu behaupte, Zitrone schmeckt sauer. Der Geschmack einer Zitrone ist sehr vielschichtig und lässt sich nicht in einem Wort beschreiben. Reibt man an der Schale, nimmt man sofort einen frische, zitronigen Duft wahr. Dafür verantwortlich ist die Verbindung Citral. Außerdem werden Aromen von Rosen, Lavendel und Pinien freigesetzt. Der Zitronensaft hingegen hat einen sauberen Zitronengeschmack, der der Zitronensäure zu verdanken ist. In kleinen Mengen kann die Zitrone einer Speise zu mehr Auftrieb verhelfen und die verwendeten Komponenten in Szene setzen. In großen Mengen dominiert ganz klar das Zitronenaroma.

Meine Rezepte mit Zitrone

Verwendung der Zitrone in der Küche

Campari Soda mit Zitrone

Das Schöne an der Zitrone, man kann die gesamte Frucht zum Kochen verwenden und muss nichts wegschmeißen. Die Schale, die weiße Membran und natürlich das Fruchtfleisch – einfach alles ist nützlich und bereichert die Kochzutaten.

  • Schale der Zitrone: Die Schale der Zitrone kann man für süße und salzige Gerichte verwenden. Sogenannte Zesten kann man von der Schale gerieben oder geschält werden. Gerieben passen sie gut in Dressing, Füllungen oder Teige. Geschälte Zesten knetet man am besten kurz, denn so entfalten sie ihr volles Aroma. Man kann sie zum Aromatisieren von Ölen verwenden oder Nudelngerichten beifügen. Pasta al Limone gewinnt enorm an Geschmack, wenn man Zitronenzesten der Amalfizitrone zufügt. Und natürlich passt die Zitronenschale hervorragend in eine Aperitivo wie Campari Soda.
  • Membran der Zitrone: Die Membran der Zitrone, also die weiße Haut unter der Schale, hat einen bitteren Geschmack und sollte möglichst nicht mit der Schale verwendet werden. Dank ihres Pektinanteils eignet sie sich allerdings gut zum Gelieren von Konfitüren.
  • Fruchtfleisch der Zitrone: Sehr vielseitig lässt sich das Fruchtfleisch der Zitrone verwenden. Im Ganzen oder als Saft passt es in Salate, zu Dressing, zum Fisch, in Desserts, in Saucen, Konfitüren oder Getränke.

Welche Zitronenarten eignen sich zum Kochen am besten?

Nicht alles Zitronenarten eignen sich gleichermaßen zum Kochen oder Backen. Die Limoni (Citrus Limon) hat nochmal einige Unterarten:

  • Foglia di Sorrento (Kampanien)
  • Di Rocca Imperiale (Kalabrien)
  • Primofiore de Siracusa (Sizilien)
  • Verdello di Siracusa (Sizilien)
  • Pane di Paestum (Kampanien)
  • Costa d’Amalfi (Kampanien)

Sie alle sind im Geschmack lebendig, sauer und stark duftend. Man verwendet sie zu Nudeln, in Ravioli oder zu Fisch und Krustentieren. In Kampanien dienen sie auch der Herstellung des bekannten Limoncello und natürlich macht man aus ihnen die weltberühmte Granita. Ansonsten verwendet man diese Zitronenarten für Desserts in der neapoletanischen Küche oder für Eiscreme.