Capellini – die dünnste italienische Nudel

Capellini

Die Capellini sieht auf den ersten Blick aus wie eine etwas dünnere Spaghetti. Sie ist genauso lang, schaut man jedoch genauer hin, sieht man, dass sie im Gegensatz zur Spaghetti nur halb so dick ist. Mit einem Durchmesser von ca. 0,8 mm ist sie die dünnste Nudel aus der Spaghettifamilie.

Mit nur ca. 3 Minuten Kochzeit sind die Capelinni in kürzester Zeit gekocht. Längere Kochzeiten sollten tunlichst vermieden werden, da sie sonst matschig werden.  

Ihren Ursprung hat die Capellini in Mittel- und Süditalien. Bevorzugt wird sie mit einfachen, leichten Saucen gegessen. Leichte Tomatensaucen mit frischem Basilikum passen ebenso gut zu den al dente gekochten Capellini wie „aglio olio“, verfeinert mit frischer Chili.

Hergestellt werden Capellini wie die meisten italienischen Nudeln aus Hartweizengrieß und Wasser. Die Fertigung von Hand erfordert viel Geschick und setzt ein gewisses Können in der Herstellung von Pasta voraus. Man muss die Nudeln aber nicht unbedingt selbst machen, denn Capellini sind mittlerweile in jedem gut sortierten Supermarkt erhältlich.

Was die Qualität angeht, so gibt es allerdings große Unterschiede zwischen den industriell hergestellten und den Capellini von italienischen Traditionsunternehmen. Während die meisten große Hersteller maschinell gefertigte Massenware anbieten, wird bei Traditionsunternehmen noch viel Wert auf erstklassige Zutaten und schonende Zubereitung gelegt. Hochwertiger Weizen ist eine Grundvoraussetzung für hochwertige Pasta.

Neben dem Teig spielen auch die Pressformen bei der Herstellung eine große Rolle. Während die Formen bei der Massenherstellungen häufig aus Titan hergestellt werden, bestehen in Traditionsunternehmen die Formen meist aus Bronze. Bronzeformen haben den Vorteil, dass sie die Oberfläche der Nudeln automatisch aufrauen, wodurch die Pasta die Soße später besser aufnehmen kann.

Auch der Trocknungsprozess ist für die Qualität ist von großer Bedeutung. Industriell hergestellte Capellini werden in kürzester Zeit unter großer Hitze getrocknet. Dadurch gehen wertvolle Inhaltsstoffe der Nudel verloren, was sich später negativ auf den Geschmack auswirkt. Kleine Manufakturen geben den Nudeln die nötige Zeit, um zu trocknen. Manchmal werden die Capellini über einen Zeitraum von mehreren Tagen zum Trocknen in speziellen Kammern aufgehängt, wobei die Temperatur in der Regel 38 Grad Celsius nicht überschreitet.

Kurzportrait: Capellini

Herkunft Mittel- und Süditalien
Bezeichnung Lange, sehr dünne Nudel
Form rund, Durchmesser ca. 0,8 mm, Länge ca. 25 – 30 cm
Zutaten Hartweizengrieß, Wasser
Eignung Leichte, feine Saucen auf Tomaten- oder Olivenölbasis
Beliebte Gerichte Capellini mit Meeresfrüchten, Capellini mit Pesto, Capellini aglio olio

Galerie mit Capellini-Gerichten