Pastificio Artigiano Fabbri

Die Teigwarenfabrik von Fabbri befindet sich in dem Örtchen Strada in der Region Chianti. Die Geschichte der Fabrik begann Ende des 19. Jahrhunderts, als der Urgroßvater Giovanni Fabbri 1893 einen Teil eines Grundstücks auf der Piazza die Strada kaufte und dort einen kleinen Lebensmittelladen und Teigwarenfabrik eröffnete.

Während des 2. Weltkrieges wurde viel zerstört, doch glücklicherweise blieben Teile des Gebäudes und Maschinen erhalten, so dass auch weiterhin mit Leidenschaft produziert werden konnte und immer weiter neue Aufträge angenommen wurden.

Bis heute ist das Unternehmen in Familienbesitz. Mittlerweile in der 4. und 5. Generation, wobei das Wissen nach und nach von Giovanni an seine Kinder Marco und Lisa übermittelt wird.

Die Rohstoffe

Ausgangsmaterial für die getrockneten Teigwaren ist der Hartweizen. Hier wird eine alte Weizensorte toskanischen Ursprungs verwendet, der „Cappelli“ Weizen. Dieser zeichnet sich dadurch aus, dass er leicht verdaulich ist, da er nie gentechnisch verändert wurde. Dieser Weizen ist reich an resistenten Stärken, wodurch sie unverändert in den Dickdarm gelangen und so die Aufnahme von Mineralsalzen fördern und Darmkrankheiten vorbeugen.

Die Produktion

Für die Produktion der Pasta werden neben dem Know-How auch die entsprechenden Maschinen benötigt. In der Teigwarenfabrik Fabbris werden zum Teil immer noch die alten Maschinen von damals eingesetzt. Durch den Erhalt von 40 verschiedenen Bronzeformen, wird ein breites Sortiment verschiedener Pasta gewährleistet. Im Sortiment finden sich auch Nudeln mit Ei oder unterschiedlichem Grieß wieder.

Der Erfolg der erstklassigen Pasta liegt aber vor allem darin, dass die Temperatur von 38 Grad Celsius während der gesamten Produktion nicht überschritten wird. Dies führt zu sehr langen Trocknungszeiten zwischen 3 und 6 Tagen. Durch dieses schonenden Vorgehen bleibt die Stärke in ihrem natürlichen Zustand und ist so leicht verdaulich.

Die gesammelte Erfahrung über nun 5 Generationen ermöglicht der Pastificio Fabbri zu Spitzenleistung im Bereich der Teigwarenherstellung. Um alte, kaum mehr vorkommenden Weizensorten zu verwenden, arbeitet die Firma mit Kleinproduzenten zusammen. So entsteht eine Pasta die nicht nur wunderbar schmeckt sondern auch gut verträglich ist.

Das Sortiment

Antico Segneaprezzo – Giovanni Fabbri (Semola, non integrale)

Diese Nudeln werden mit Grieß (nicht Vollkorn) hergestellt, der aus ausgewählten Körnern gewonnen wird, in denen nicht so sehr die Menge, sondern vor allem die Qualität des Glutengehaltes wichtig ist. Die Körner werden von den bewährten Mühlen gemahlen, wobei das Getreide beim Mahlen niemals erhitzt wird, um die organoleptischen Eigenschaften des Produktes zu erhalten.

Antico Segnaprzzo Il Pastaio del Chianti Classico

Diese Produktlinie wird mit einem halbintegralen Grieß, dem Semolato (alte Weizensorte toskanischen Ursprungs), hergestellt. Durch den höheren Gehalt an Ballaststoffen, Polyphenolen, Weizenkeimen und Vitaminen als Grieß, sorgt er für eine ausgeglichene Ernährung. Die Ballaststoffe sorgen für ein Sättigungsgefühl, senken den Blutzucker- und Cholesterinspiegel und erleichtern schließlich den Darmtrakt.

Weitere Produktlinien sind „Cartapaglia Giovani Fabbri“ und „Antico Segnaprezzo Giovanni Fabbri – L’Intera Collezione“

Ein Pastamuseum  

Auf dem Firmengelände befindet sich ein kleines Museum, das mit Liebe und Leidenschaft gepflegt wird und dem Gründer Giovanni Fabbri zu verdanken ist.  Zu sehen sind alle Maschinen, die er von 1893 bis zu seinem Tod benutzte, sowie andere Gegenstände und Geschichten, die mit den Nudeln und der Familie in Verbindung stehen.

Durch das Museum führt der heutige Inhaber Giovanni, der nun in der vierten Generation das Familienunternehmen leitet. Er berichtet über die Geschichte des Weizens, der Verarbeitung und dem fertigen Produkt, der Pasta.