Bucatini – die hohle, lange Nudel

Bucatini

Die Bucatini sieht auf den ersten Blick aus, wie eine etwas dickere Spaghetti. Sie ist ähnlich lang, schaut man jedoch genauer hin, sieht man, dass sie im Gegensatz zur Spaghetti hohl ist. Daher zählt man sie zur Familie der Makkaroni. Mit einem Durchmesser von ca. 3 mm ist sie allerdings etwas dünner als die klassische Makkaroni.

Ihren Ursprung hat die Bucatini in der Gegend von Rom. In der zentralitalienischen Küche wird sie bevorzugt mit kräftigen Saucen auf Tomatenbasis gegessen. Sehr beliebt sind Bucatini all‘Amatriciana. Die Sauce mit Pancetta, Tomaten, Speck und Zwiebeln werden meist noch mit frischer Chili verfeinert und passen hervorragend zu den bissfesten Bucatini, die durch den Hohlraum die Sauce besonders gut aufnehmen können.

Hergestellt werden Bucatini wie die meisten italienischen Nudeln aus Hartweizengrieß und Wasser. Was die Qualität angeht, gibt es jedoch enorme Unterscheide der Nudeln. Bucatini aus dem Supermarkt sind keinesfalls vergleichbar mit denen von italienischen traditionellen italienischen Pasta Herstellern.

Beim Discounter wird man Bucatini außerhalb Italiens kaum finden, da sich diese Nudelsorte in Deutschland noch nicht so etabliert hat, wie beispielsweise die Penne oder Spaghetti.

Während die meisten große Hersteller maschinell gefertigte Massenware anbieten, wird bei Traditionsunternehmen noch viel Wert auf hochwertige Produkte gelegt. Die Qualität beginnt schon mit der Verwendung erstklassiger Zutaten. Hochwertiger Weizen ist eine Grundvoraussetzung für hochwertige Pasta.

Neben dem Teig spielen auch die Pressformen bei der Herstellung eine große Rolle. Während die Formen bei der Massenherstellungen häufig aus Titan hergestellt werden, bestehen in Traditionsunternehmen die Formen meist aus Bronze. Bronzeformen haben den Vorteil, dass sie die Oberfläche der Nudeln automatisch aufrauen, wodurch die Pasta die Soße später besser aufnehmen kann.

Auch der Trocknungsprozess ist von großer Bedeutung. Industriell hergestellte Bucatini werden in kürzester Zeit unter großer Hitze getrocknet. Dadurch gehen wertvolle Inhaltsstoffe der Nudel verloren, was sich später negativ auf den Geschmack auswirkt. Kleine Manufakturen geben den Nudeln die nötige Zeit, um zu trocknen. Manchmal werden die Bucatini über einen Zeitraum von 3 – 6 Tagen zum Trocknen in speziellen Kammern aufgehängt, wobei die Temperatur in der Regel 38 Grad Celsius nicht überschreitet.

Bucatini gewinnen zunehmen auch im italienischen Ausland ihre Fans. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass sie sich mit vielen Saucen kombinieren lassen.

Kurzportrait: Bucatini

Herkunft Rom,Italien
Bezeichnung Lange, hohle Nudel
Form rund, hohl, Durchmesser ca. 3 mm, Länge ca. 25 -30cm
Zutaten Hartweizengrieß, Wasser
Eignung Kräftige Saucen auf Tomaten- oder Olivenölbasis, Ragouts und Saucen mit Gemüse
Beliebte Gerichte Bucatini Amatriciana